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Brutvogel-Monitoring


Das Brutvogel-Monitoring ist eines der wichtigsten Projekte des OBS. Es gliedert sich im Saarland in drei Unterprojekte: Das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB), das Monitoring seltener Brutvögel (MsB) und die Erfassung koloniebrütender Vogelarten. Die beiden erstgenannten Projekte sind dabei Projekte des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA), an denen der OBS als Regionalverband für das Saarland verantwortlich mitwirkt.

Ziele dieser langfristigen Erfassungsprojekte sind die Angabe eines möglichst genauen Bestands der Brutvogelarten und der Entwicklung über die Jahre, sowie das Erkennen von Trends.

 

Monitoring häufiger Brutvögel (MhB)


Dieses Projekt dient der Brutbestandserfassung der häufigsten einheimischen Brutvögel. Aufgrund der großen Zahl an Brutpaaren und der weiträumigen Verbreitung entziehen sich diese einer direkten Erfassung und müssen im Bestand geschätzt werden. Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen, verwendet man die Daten so genannter Probeflächen als Basis einer Hochrechnung für das gesamte Bundesgebiet. Die Ergebnisse des Monitorings werden jedes Jahr in der Broschüre "Vögel in Deutschland" zusammengefasst veröffentlicht.

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Saarländische Probeflächen für das
Monitoring häufiger Brutvögel
rot: Flächen für die Bundesauswertung
blau: Flächen für die Landesauswertung

Die ca. 1000 deutschen Probeflächen sind dabei 1 km² groß und nach vorgegebenen Kriterien vorausgewählt. Sie beinhalten in ihrer Gesamtheit alle typischerweise in Deutschland vorkommenden Lebensräume. Von ihnen liegen 30 im saarländischen Landesgebiet, diese sind über alle Kreise und verschiedenste Biotoptypen verteilt. Die Probeflächen dienen dabei entweder zur bundesweiten Bestandsschätzung ("Bundesflächen") oder werden zur Auswertung für das jeweilige Bundesland genutzt ("Landesflächen").

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Beispiel der Artkarte (r.) für den Zaunkönig (u.l.)
für eine waldreiche Probefläche (Luftbild o.l.).
Die Zahlen entsprechen dem Begang mit einer
Beobachtung und zeigen den genauen Ort.
Eingekreist sind Reviere aufgrund gehäufter
Beobachtungen über alle Begänge.

Die zur Anwendung kommende Methode ist die Linienkartierung als vereinfachte Version der Revierkartierung. Dabei wird bei jedem der Begänge eine 3-4 km lange, festgelegte Route innerhalb der Probefläche abgeschritten. Alle dabei beobachteten Vögel mit eindeutigem Revierverhalten (Gesang, Revierkämpfe, Nestbau, Füttern, etc.) werden auf einer Tageskarte punktgenau eingezeichnet. Die Beobachtungen für jede Art werden anschließend in Artkarten übertragen, auf denen sich nach den vier Erfassungsterminen oft klare Reviere bilden lassen. Die Probefläche wird abschließend nach vorhandenen Biotoptypen aufgeschlüsselt, die genaue Zahl der Reviere nach Art und Lebensraum gemeldet.

Wenn Sie Interesse an diesem Projekt haben, können Sie aktiv am Monitoring häufiger Brutvögel im Saarland mitarbeiten. Von den 30 saarländischen Probeflächen sind zurzeit noch einige unbesetzt. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine gute Kenntnis der häufigsten Brutvogelarten und ihrer typischen Lautäußerungen (Gesänge, Trommeln bei Spechten, usw.).

Ansprechpartner:

Norbert Roth - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen:

  • Webseite des DDA zum MhB - LINK
  • Mitmachen / Suche nach Probefläche - LINK
  • Kartieranleitung zum MhB - DOWNLOAD ico pdf
  • Saarländische Probeflächen und ihre Bearbeiter - DOWNLOADico pdf

Publikationen:

  • Vögel in Deutschland 2014 - DOWNLOADico pdf
  • Ältere Ausgaben - LINK
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"Vögel in Deutschland" ist eine Publikation des
Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA).

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Monitoring seltener Brutvögel (MsB)


Dieses Monitoringprojekt befindet sich im Saarland aktuell im Aufbau. Ziel ist es, die deutschlandweit seltenen Brutvögel regelmäßig zu überwachen, um Bestandsentwicklungen gefährdeter Arten schon frühzeitig zu erkennen und so Maßnahmen zum Artenschutz ergreifen zu können.

Die bedeutendsten Arten sollen dabei gezielt an ihren bekannten Brutvorkommen punktgenau erfasst und auf Revierverhalten, gesicherte Bruten und deren Erfolg kontrolliert werden.

Bereits in der Vergangenheit hat der OBS ähnliche, auf einzelne Arten fokussierte Projekte durchgeführt, so z.B. die flächendeckende Kartierung von Rotmilan- und Schwarzmilan-Horsten. Die dort erhobenen Daten wurden vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz in die Windkraftplanung einbezogen und so genannte "Vermeidungszonen" aufgestellt.

Mehr Infos zum Projekt MsB folgen in Kürze.

Mehr Informationen:

  • Webseite des DDA zum MsB - LINK

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Erfassung koloniebrütender Vogelarten


Traditionell werden im Saarland seltene Arten erfasst, die in Brutkolonien leben. Dies betrifft vor allem drei Arten: Uferschwalben, Graureiher und Saatkrähen. Wie bei den anderen Monitoringprojekten dienen diese der Bestandskontrolle und dem Erkennen von Trends in der Biotopentwicklung der Brutkolonien.

Uferschwalben, die in aktiven Sand- und Kiesgruben brüten, werden durch die häufig geänderten Abbauarbeiten gestört. Saatkrähen als mitunter in Siedlungen und Städten brütende Vögel ziehen oft Unmut von Anwohnern mit dadurch verursachten illegalen Vertreibungsaktionen nach sich. Die Kontrolle dieser Brutvorkommen ist also ein Stück aktiver Artenschutz.

Die Koloniebrütererfassung ist das am wenigsten zeitintensive Monitoringprojekt und auch für Einsteiger sehr gut geeignet. Meistens reicht ein einziger Erfassungstermin (meist April-Mai), um den genauen Brutbestand zählen zu können. Bei Interesse an einer Mithilfe kontaktieren Sie einfach den Vorstand!

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